Deine Bilanz –
Wohnen & Strom

Abschalten und investieren

Die erstrebenswerteste und ökologischste Energie ist die Energie, die wir einsparen. Sie muss weder erzeugt noch bezahlt werden und verursacht vor allem keinerlei Schadstoffe.

Verhaltensändernde Maßnahmen, die dieses Ziel erreichen, sind beispielsweise das komplette Abschalten von Elektrogeräten ohne eine permanente Standby-Schaltung, das Löschen des Lichtes bei längerer Abwesenheit sowie das Herunterfahren des Computers am Feierabend in der Arbeit.

Die folgende Tabelle zeigt exemplarisch Einsparpotentiale von einigen gängigen Haushaltsgeräten auf.

So viel kosten Leerlaufverluste

Kleinere Investitionen sind die evtl. nötige Anschaffung von Steckleisten mit Kippschaltern zur vollständigen Abkopplung von Elektrogeräten vom Netz, die Anschaffung von Energiesparlampen und die Anschaffung eines mechanischen Weckers statt eines elektrischen, der 24 h am Tag Strom verbraucht. Größere Investitionen sind der Ersatz alter Elektrogeräte durch neuere, energieeffizientere, die sich langfristig aber amortisieren.

In der nachstehenden Tabelle sind neue und alte Geräte hinsichtlich ihrer CO2-Emission verglichen.

CO2-Jahresbilanz strombetriebener Geräte
Quelle der Tabellen: Verbraucher Initiative e.V.

Sehr hilfreich kann es sein den eigenen Stromverbrauch zu verfolgen und mit Durchschnittswerten zu vergleichen. Im Internet kann sich hierzu jeder kostenlos ein Energiesparkonto einrichten. Dabei ist es möglich den Energieverbrauch zu bilanzieren und Energiespartipps einzusehen.

Ökostrom

Neben der Möglichkeit, den Stromverbrauch zu senken, ist es auch notwendig, den benötigten Strom mit Hilfe von Energieträgern zu erzeugen, welche keine Treibhausgasemissionen verursachen. Dies sind die sogenannten regenerativen bzw. erneuerbaren Energien wie Windkraft, Solarenergie, Geothermie, Biomasse und Wasserkraft. Dank legislativer Maßnahmen wie z.B. dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) konnte der Anteil der erneuerbaren Energien an der gesamten Stromerzeugung von ca. 3% im Jahre 1990 auf ca. 14% im Jahre 2007 gesteigert werden.

Rund 30% des in Deutschland verbrauchten Stroms werden durch die Privathaushalte verbraucht, was zu einem CO2-Ausstoß von 0,75 Tonnen pro Person führt. In Köln liegt dieser Wert deutlich über einer Tonne pro Person. Eine relativ einfache Möglichkeit, die CO2-Emissionen in diesem Bereich zu senken, ist der Bezug von Ökostrom. Das Thema ist jedoch relativ komplex und Ökostrom ist nicht gleich Ökostrom.

Ökostromanbieter

Die vier Ökostromanbieter Greenpeace-Energy, Elektrizitätswerke Schönau, LichtBlick und Naturstrom AG investieren Überschüsse in den Bau neuer Kapazitäten (bis hin zum Aufbau eines eigenen Netzes) und sind gegenüber dem Verbraucher transparent und finanziell unabhängig. Bestellformulare gibt es bei Verbraucherzentralen oder per Internet. Die Umstellung erfolgt dann reibungslos.

Atomausstieg

Nach den verheerenden Atomunfällen in Tschernobyl und Fukushima scheint selbst die Politik die Notwendigkeit des Atomausstiegs erkannt zu haben. Wir als Verbraucher brauchen aber nicht auf den Ausstieg warten, sondern können persönlich sofort aus der Atomkraft aussteigen. Zum Beispiel geht dies durch den Wechsel zu einem der vier oben genannten Ökostromanbieter. Weitere Information bzgl. des Atomausstiegs lassen sich hier finden .

Gefördert durch die Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW