Klima-Infos –
Klimaskeptiker

Argumente der Klimaskeptiker

Im Bericht des IPCC, dem Wissenschaftsrat zum Klimawandel, steht geschrieben, dass es einen Klimawandel gibt, und dass mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit der Mensch hierfür verantwortlich ist. Die Formulierung deutet auf eine 99% Sicherheit hin. Unter den Wissenschaftlern herrscht somit Einigkeit über den anthropogenen Klimawandel. Genauso unter den Regierungen. Selbst solche Regierungen, welche sich bisher nicht für den Klimaschutz engagierten, erkennen den anthropogenen Klimawandel an. Trotzdem tauchen immer wieder Theorien auf, welche angeblich beweisen sollen, dass es einen anthropogenen Klimawandel gar nicht gibt. Sämtliche Argumente dieser sog. Klimaskeptiker können jedoch rationell und wissenschaftlich widerlegt werden. Im folgenden sehen Sie eine Auswahl an Argumenten der Klimaskeptiker.

Aufgrund von Analysen der Klimavergangenheit der Erde steht eine neue Kältephase bevor. Wie kann man da von einer Erwärmung sprechen?
In der Tat deuten einige der Parameter, welche für das natürliche Klimageschehen verantwortlich sind darauf hin, dass wir in eine Kältephase steuern. So lassen die Veränderungszyklen der Erdrotationsachse, des Neigungswinkels der Erde und der Umlaufbahn der Erde um die Sonne darauf schließen, dass der Höhepunkt der nächsten Eiszeit in ca. 30.000 Jahren kommen könnte. Dies steht in keinem Verhältnis zu der gegenwärtigen Erwärmung durch eine steigende CO2-Konzentration. Die vom Menschen verursachten Treibhausgasemissionen zeigen ihre Wirkung schon in etwa 50 bis 100 Jahren. Berücksichtigt man also alle Parameter, auch die Menschen verursachten, und zusätzlich die unterschiedlichen Zeitskalen dieser einzelnen Parameter, deutet alles auf eine bevorstehende Erwärmung hin.

Die Erwärmung des Klimas kann man nicht den vom Menschen verursachten Treibhausgasemissionen zurechnen, sondern ...

... der Zunahme der Strahlungsintensität der Sonne
Da die Sonne die notwendige Energie für das Leben auf Erden liefert, ist es offensichtlich, dass eine Änderung ihrer Strahlungsintensität auch das Klima verändert.
Die kurzzeitigen Schwankungen der Strahlungsintensität sind abhängig von der Zahl der sog. Sonnenflecken und einem 11-jährigen Zyklus unterworfen. Seit ca. 1980, dem Vorhandensein von Satteliten im Weltraum, besteht die Möglichkeit, die Sonnenstrahlung zu beobachten. Aus diesen Beobachtungen folgte, dass innerhalb eines solchen Zyklus die dadurch bedingte Strahlungsintensität sich um ca. 0,1% ändert, was einem Strahlungsantrieb von 0,3 W/m² entspricht. Zum Vergleich liegt dieser sogenannte "solarforcing" der vom Menschen emittierten Treibhausgase bei 2,7 W/m². Diese Zahlen sagen eigentlich schon alles. Aufgrund des geringen Wertes hat die Veränderung der Strahlungsintensität keine direkte Auswirkung auf das Klima. Zwar hat die Sonne in der Erdgeschichte wesentlichen Anteil an den Klimaveränderungen gehabt, jedoch zeigen deren Änderungen ihre Auswirkungen erst über einen Zeitraum von mehreren Jahrhunderten. Für die Erwärmung der jüngsten Vergangenheit ist jedoch eindeutig der anthropogene Treibhauseffekt verantwortlich.

... dem Wasserdampf
Hierbei ist zu unterscheiden zwischen natürlichem und anthropogenem (also menschengemachten) Treibhauseffekt. Wasserdampf ist tatsächlich mit ca. 66% für den natürlichen Treibhauseffekt verantwortlich. Dieser Wasserdampf trägt jedoch zu keiner dauerhaften zusätzlichen Erwärmung der Erde bei, da er bereits nach wenigen Tagen wieder in Form von Regen auf die Erde gelangt. Das durch menschliche Aktivitäten emittierte Kohlendioxid verbleibt jedoch über 100 Jahre in der Atmosphäre, was sehr wohl einen Beitrag zur Erwärmung leistet. Mit einer Temperaturerhöhung würde auch die Wasserdampfaufnahmefähigkeit der Luft steigen. Bilden sich aus dem Wasserdampf sog. Cirruswolken, welche in höheren Bereichen der Atmosphäre liegen, würde dies die Erwärmung noch verstärken. Man spricht hier von positiver Rückkopplung. Bilden sich jedoch tiefliegende sog. Cumulus- und Stratuswolken, würde die Erwärmung abnehmen, da die Sonnenstrahlung an der Oberfläche dieser Wolken reflektiert werden würde.

Die Klimageschichte zeigt, dass die Entwicklung des CO2-Gehaltes in der Atmosphäre und der Temperatur nicht parallel verliefen, sondern dass Temperaturänderungen immer vor Änderungen des CO2-Gehaltes geschahen. CO2 kann also unmöglich die Ursache für Temperaturänderungen sein.
Betrachtet man die Schwankungen des CO2-Gehalts in der Atmosphäre und der Temperatur in der Vergangenheit lässt, sich eine Parallelität vermuten.
Tatsächlich hat die Temperaturänderung jedoch einen Vorlauf von mehreren Jahrhunderten gegenüber der CO2-Konzentration. Die historischen Temperaturänderungen geschahen hierbei hauptsächlich aufgrund von Änderungen der Erdbahn. Die genauen Gründe für den parallelen Verlauf der beiden Größen in der Vergangenheit sind bis heute nicht geklärt. Jedoch gibt es unbestreitbar einen Zusammenhang. Steigt nämlich die Temperatur, wird aus natürlichen Kohlenstoffsenken (z.B. Ozeane) mehr CO2 freigesetzt. Dies wiederum hat Wirkung auf den Treibhauseffekt und erhöht somit ebenfalls die Temperatur. Es besteht also eine Wechselbeziehung dieser beiden Größen.

Gefördert durch die Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW