Köln reduziert –
Klimaschutz-Bemühungen 1984-1994

Hier können Sie die wesentlichen Klimaschutzaktivitäten in Köln in chronologischer Reihenfolge von 1984 bis 1994 nachlesen.

  • 1984 wurde vom Hochbauamt der Stadt Köln (Abteilung Energiewirtschaft), der GEW Köln AG (heutige RheinEnergie AG) und weiteren, damals in Köln tätigen Energieversorgungsunternehmen (EVU) das "Rahmenkonzept einer energiesparenden und umweltschonenden Energieversorgung bis zum Jahre 2000" erarbeitet, das sich primär auf den Bereich Wärmeversorgung bezog. Hauptziel der Konzeption war, den Anteil der leitungsgebundenen Energieversorgung (Erdgas, Fernwärme) deutlich zu erhöhen.
  • Ebenfalls 1984 wurde vom Rat der Stadt Köln das Umweltprogramm Köln beschlossen (Federführung beim städtischen Umweltamt), welches u.a. den Immissionsschutz thematisierte (globaler Klimaschutz war damals noch kein Thema).
  • 1991 wurde von der GEW Köln AG und dem Hochbauamt der Stadt Köln (Abteilung Energiewirtschaft) ein Sachstandsbericht erarbeitet, der die Entwicklung des Energieverbrauchs von 1984 bis 1990 darstellte.
  • 1992 trat die Stadt Köln der Alianza del Clima (Klima-Bündnis der europäischen Städte mit den indigenen Völkern der Regenwälder e.V.) bei; diese Mitgliedschaft beinhaltete gleichzeitig eine Selbstverpflichtung zur Reduktion der gesamtstädtischen CO2-Emissionen um 50% bis 2010. Es wurden jedoch in Köln keine Maßnahmenpläne oder koordinierende Aktivitäten in die Wege geleitet, um diesem Ziel nachzukommen.
  • Ebenfalls 1992 wurde vom Aachener Ingenieurbüro IC Consult ein im Auftrag des städtischen Energieversorgers GEW Köln AG erstelltes Gutachten zu den "Handlungsoptionen zur CO2-Minderung in Köln" vorgelegt, das auch eine grobe CO2-Bilanz einschließlich der verkehrsbedingten Emissionen enthielt.
  • Als Folge der verwaltungsinternen Diskussion dieses GEW-Gutachtens wurde 1993/94 vom Hochbauamt der Stadt Köln (Abteilung Energiewirtschaft) vorgeschlagen, ein "Arbeitsprogramms für ein Kölner CO2-Minderungsprogramm" zu erarbeiten. Der Vorschlag des Umweltamtes, die begrenzten kommunalen Ressourcen zunächst einmal auf Klimaschutzaktivitäten in den Handlungsfeldern "Wohnungsneubau und Stadtplanung", "Energieeinsparung im privaten und öffentlichen Gebäudebestand" sowie "Stromeinsparung bei den Verbrauchern" zu konzentrieren fand keine Zustimmung.

Gefördert durch die Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW