Deine Bilanz –
Macht Klimaschutz überhaupt Sinn?

Die Frage der Verantwortung

Eine Antwort gab Prof. Stefan Rahmstorf vom Potsdam Institut für Klimafolgenforschung im Interview mit geoscience.de: »Der weitere Verlauf hängt von unserem Verhalten ab. Wenn wir morgen unsere Emissionen um ca. 60 Prozent reduzieren würden, würde ab morgen der CO2-Gehalt der Atmosphäre auch nicht weiter steigen. Die globale Temperatur würde in diesem Fall noch wenige Zehntel Grad wärmer werden, weil die Reaktion des Klimasystems durch das Wärmespeichervermögen der Ozeane etwas hinterher hinkt. Mehr aber nicht. Wer also sagt, die Erwärmung lässt sich nicht stoppen, macht keine naturwissenschaftliche, sondern eine politische Aussage. Falsch finde ich es, wenn wir dieses "man kann sowieso nichts mehr machen" als Ausrede benutzen, um uns aus der Verantwortung für unser Handeln zu stehlen.«

Was verursacht wieviele Emissionen?

Nahezu jedes menschliche Tun ist in der modernen Zivilisation auf seine CO2-Emissionen zu hinterfragen.

Jeder Einwohner Deutschlands verursacht im Durchschnitt einen CO2-Ausstoß von ca. 11 Tonnen pro Jahr. Diese unterteilen sich auf die Bereiche Konsum, Ernährung, Verkehr, Wohnen (Strom, Wärme) und Infrastruktur.

In jedem dieser Bereiche gibt es zahlreiche Möglichkeiten, den persönlichen CO2-Ausstoß zu mindern. Jede(r) kann etwas gegen den Klimawandel tun:

  • mit kleinen und einfachen Verhaltensänderungen, die sich leicht in den Alltag integrieren lassen,
  • mit kleineren Investitionen wie z.B. Energiesparlampen, Steckerleisten, Zeitschaltuhren, welche sich nach kurzer Zeit amortisieren,
  • mit größeren Investitionen, welche oftmals einen längeren Amortisationszeitraum haben, dafür aber auch größere Einsparungen bringen.

Das klimaneutrale Jahresbudget pro Weltbürger beträgt zur Zeit 2 Tonnen pro Jahr. Je schneller der Anpassungsprozess auf diese Größenordnung verläuft, desto geringer steigt die CO2-Konzentration in der Atmosphäre und desto eher sind die Klimaprobleme abzumildern.

Gefördert durch die Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW