Andere Städte –
Beispiel: Osnabrück

Bisher Erreichtes

Die energiebedingten CO2-Emissionen der Stadt Osnabrück betrugen im Jahr 2005 1,6 Mio. t, was einer pro-Kopf-Emission von ca. 10 t entspricht. Die Pro-Kopf-Emissionen konnten hierbei im Vergleich zu 1990 um 12,8% gesenkt werden.

Diese Emissionsminderung gelang, obwohl im selben Zeitraum der Pro-Kopf-Energieverbrauch um 8,3% zunahm. Durch den vermehrten Einsatz von kohlenstoff-armen Brennstoffen und durch Kraft-Wärme-Kopplung ist es gelungen den CO2-Austoss vom Energieverbrauch zu entkoppeln.

Für die einzelnen Energiearten ergibt sich folgendes Bild.

Der Anteil der Raumwärme lag bei 34,4% im Jahr 2005. Gegenüber 1990 nahm der Raumwärmeenergieverbrauch trotz Zunahme der Wohngebäudefläche um 15,% nur um 5% zu.

Trotz einer Steigerung der Verkehrsleistung um 4,6% seit 1990 nahmen die Emissionen aus diesem Bereich um 10% ab. Als Hauptgrund wurde die durchschnittliche Senkung des Kraftstoffverbrauches ausgemacht. 2005 hatte der Verkehrsbereich einen Anteil von 17% am gesamten Energieverbrauch.

Im Strombereich konnte eine Reduktion um 21% erreicht werden, obwohl der Stromverbrauch um 35% zunahm. Dort wurden 2005 ca. 1,2 Mio. MWh verbraucht. 70% hiervon entfielen auf die Industrie, 20% auf die Haushalte und 10% auf das Gewerbe. Gegenüber 1990 erhöhte sich der Stromverbrauch der Industrie um 39% und derjenige der Hauhalte um 25%. Bei den Gewerbebetriebe konnte ein Rückgang um 15% verzeichnet werden. Insgesamt steigerte sich der Stromverbrauch um 34,5%.

50% bis 2030

Um bis 2030 eine Reduktion um 50% gemäß den Zielen der Alianza del Clima zu erreichen, wurde das Wuppertal Institut beauftragt, Maßnahmenvorschläge zu entwickeln.

Insgesamt wurden über 270 Einzelmaßnahmen aus den Bereichen Strom, Verkehr, Raumwärme und Prozesswärme entwickelt. Der Schwerpunkt liegt bei solchen Maßnahmen, welche die Stadt direkt beeinflussen kann, und die auch bei schwieriger Haushaltslage zu realisieren sind. In der öffentlich verfügbaren Kurzfassung wurden exemplarisch 12 Maßnahmen detailliert vorgestellt.

Gefördert durch die Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW