Deine Bilanz –
Nachhaltiges Investieren

Immer mehr Menschen suchen nach der Möglichkeit ihr Geld nachhaltig und sicher anzulegen. Meist ist völlig unklar, was bei einer gewöhnlichen Anlage mit dem Geld passiert. Logischerweise fallen Zinsen nicht vom Himmel und das Geld liegt nicht passiv auf der Bank: Wo das eigene Geld eingesetzt wird, ist normalerweise nicht selbst zu bestimmen. Es kann passieren, dass das eigene Geld über Umwege Rüstungsprojekte oder Atomkraftwerke finanziert. Das wird nicht jeder wollen!

Es ist möglich mit der Lenkung des Geldflusses unsere Wirtschaft und Umwelt zu prägen. Für immer mehr Menschen ist es deswegen von zentraler Bedeutung Geld bewusst anzulegen. Mittlerweile gibt es hierfür zahlreiche Angebote. Nachhaltiges Investieren durch eine ethisch korrekte und umweltfreundliche Geldanlage stellt deshalb eine tragfähige Alternative dar. Einige der unterschiedlichen Möglichkeiten werden im Folgenden exemplarisch vorgestellt. Unter ethische-geld-anlage.de besteht die Möglichkeit darüber hinaus weitere Details in Bezug auf die Geldanlage bei ethisch-ökologischen Banken und über alternative Anlagemöglichkeiten zu erfahren.

 

Ethisch-ökologische Banken

Die aktuelle Wirtschaftskrise wurde durch die Profitgier des herkömmlichen Finanzsektors verursacht. Trotz der anhaltenden Finanzkrise und der Anhäufung wertloser Papiere machen große Banken weiterhin hohe Gewinne und schütten darüber hinaus Boni an ihre Mitarbeiter aus. Sogar die Sparkassen sind über ihre Anteile an den Landesbanken in die Spekulationen verstrickt. Für die Rettung der Banken bürgt der Staat und damit der Steuerzahler, der bei Ausfällen, wie im Falle der Hypo Real Estate, einspringt. Statt die zunehmende Verschuldung unseres Staates durch die stärkere Besteuerung der reichen Bevölkerungsschicht sowie der von Bankengeschäften zu bekämpfen, werden immer mehr Sozialleistungen gekürzt. Die aktuelle Finanz- und Steuerpolitik ist keinesfalls nachhaltig oder etwa sozial ausgewogen.

Alternative Banken und deren Kunden beweisen, dass es auch anders geht: Sie besitzen sehr strenge ethische und ökologische Standards. Die Einlagen werden beispielsweise verwendet für Erneuerbare Energien, Schulen und energetische Sanierungen alter Hausbestände. Die Verzinsung und Sicherheit des Geldes ist dabei vergleichbar mit konventionellen Banken. Interessierte Anleger können ihr Geld bekannten Banken wie die GLS, Ethikbank und die Umweltbank anvertrauen. Die Stiftung Warentest hat diese alternativen Banken im Finanztest von 09/2010 getestet und für Gut befunden. Attac bietet weitere nützliche Informationen zum "Krötenwechsel".

 

Genussrechte

Unternehmen ermöglichen mitunter umweltfreundliche und glaubwürdige Geldanlagen. Im Jahr 2010 hat beispielsweise die NATURSTROM AG Genussrechte zur weiteren Finanzierung des Unternehmenswachstums ausgegeben. Die NATURSTROM AG ist gemäß einer Studie von Öko -Test der beste Anbieter von Ökostrom. Genussrechte bieten die Chance am Erfolg des Unternehmens zu partizipieren, ohne Aktionär zu sein. Durch das Zeichnen von Genussrechten erhält der Anleger eine jährliche Dividende und „genießt“ somit einen Anteil am Gewinn. Allerdings handelt es sich hierbei um eine Kapitalanlage, die mit typischen unternehmerischen Risiken verbunden ist. Die Insolvenz des Unternehmens kann im schlimmsten Fall den Totalverlust des eingesetzten Kapitals zur Folge haben.

 

Solarfonds

Direkte zweckgebundene und umweltfreundliche Geldanlagen bieten sog. Solarfonds. Hierbei handelt es sich meist um eine unternehmerische Investition, mit allen ihren Risiken, durch die das Errichten von großen Photovoltaik-Anlagen ermöglicht wird. Beispielsweise hat im Jahr 2010 NordCapital Anteile für eine Photovoltaik-Anlage in Straßkirchen/Bayern herausgegeben. Der Anleger hat sein Geld hierbei für 20 Jahre fest angelegt. Zunehmend werden Solarfonds für ausländische Anlagen, beispielsweise in Süd-Frankreich, angeboten. Dies hat den Vorteil, dass in solchen Regionen mehr Solarstrom als in Deutschland produziert werden kann. Allerdings ist die Vergütung ggf. schlechter, da das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) nur für Deutschland gültig ist.

 

Bürger-Solaranlagen

Städtische Dächer werden zunehmend für sog. Bürger-Solaranlagen freigegeben. Beispielsweise ermöglicht die Stadt Düsseldorf seit einigen Jahren Bürgern Photovoltaik-Anlagen auf stadteigenen Dächern zu installieren. Auch in Köln werden nun städtische Dächer zur Verfügung gestellt.
Gemeinnützige Vereine wie der Düssel-Solar e.V. (siehe www.buefem.de/duessel-solar) ermöglichen Kleinanlegern ohne eigenes Dach eine Investition in eine klimagerechte Stadtentwicklung. Die garantierte Einspeisevergütung durch das EEG sorgt hierbei für eine sichere Geldanlage.

Gefördert durch die Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW