Andere Städte –
Beispiel: Frankfurt

Ursprünge

Die Stadt Frankfurt/Main ist Gründungsmitglied der Alianza del Clima (1990) und hat sich dessen damaliger Zielverpflichtung, einer 50%-igen Reduzierung bis 2010 zu Eigen gemacht. Die Erstellung einer CO2-Bilanz für das Jahr 1987 ergaben stadtweite Gesamtemission von 8,5 Mio.t., ohne Berücksichtigung des Verkehrssektors. Inklusive Verkehr ergaben sich Emissionen von 9,31 Mio.t.

Die Umsetzung des Minderungszieles wurde in dem Beschluss „Klimaoffensive 1991“ vorangetrieben. Umgesetzt werden sollte dieser im neugegründeten Energiereferat, einer Art kommunalen Energieagentur, als Teil des Umweltdezernates. Kernpunkte waren die Reduzierung des Verbrauchs von Strom und Wärme, die Nutzung von erneuerbaren Energien und der Kraft-Wärme-Kopplung, eine Erhöhung der Anschlussleistung an das Fernwärmenetz sowie ein umfassendes Energiemanagement für die stadteigenen Gebäude. Die diesbezüglichen CO2-Emissionen konnten von 1990 bis 2007 um 22% gesenkt werden.

Weitere Energie- und CO2-Bilanzen folgten 1992 und 1997. Bis zum Jahr 1995 gingen die Emissionen aller Sektoren auf 9,15 Mio.t. zurück. Betrachtet man nur die Emissionen aus den Bereichen Strom und Wärme, lagen diese bei 7,5 Mio.t. Bis 2005 sanken die Gesamtemissionen auf 8,3 Mio.t. Damit konnte eine Reduktion um 10% im Vergleich zu 1990 erreicht werden. Der Verkehrsanteil stieg jedoch von 1,65 Mio.t im Jahre 1995 auf 1,8 Mio.t. in 2005.

Aktuellere Entwicklungen

Nachdem Klarheit erlangt wurde, dass das Ziel der Alianza del Clima nicht erreicht werden kann, wurde im Dezember 2000 ein Aktionsplan zur Erreichung einer 10%- igen Minderung bis 2005 verfasst. Die Umsetzung sollte in Zusammenarbeit mit verschiedenen gesellschaftlichen Akteuren erfolgen (Industrie, Handwerk, Kirche, Banken, NGO,..).

Zwischen 1991 und 2001 wurden über 60 kleinere und mittlere Blockheizkraftwerke mit einer elektrischen Leistung von mehr als 23.00 kW errichtet. Bis 2010 soll es mindestens zu einer Verdoppelung der Kapazitäten kommen.

Im Jahre 2006 wurde beschlossen die Energie und CO2-Bilanz, mit gesonderter Beinhaltung des Flughafens zu aktualisieren und daraufhin ein Maßnahmenplan zu entwickeln.

Gefördert durch die Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW