Andere Städte –
Beispiel: Düsseldorf

CO2-Emissionen

Das Programm steht unter dem Motto: „Die Schöpfung bewahren – 30 Initiativen für den Klimaschutz in Düsseldorf“ wurde im Februar 2008 vom damaligen Oberbürgermeister Joachim Erwin vorgestellt.

Kernpunkte des Programms sind die Bereiche Energieeinsparung, Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Hierfür sollen in den kommenden zwei Jahren 15 Millionen € investiert werden. Dadurch sollen die Vorgaben der Europäischen Union und die der Bundesregierung nicht nur eingehalten, sondern übertroffen werden.

Die städtischen CO2-Emissionen in Düsseldorf werden mit 6,14 Millionen Tonnen angegeben. Bezogen auf die Einwohnerzahl von 581.858 Ende 2006, entspräche dies fast 11 Tonnen pro Einwohner und Jahr, was ungefähr auf Höhe des Bundesdurchschnitts liegt.

Die Düsseldorfer CO2-Emissionen sollen in den nächsten fünf Jahren um 10% auf 5,52 Millionen Tonnen gesenkt werden. Diese Reduktion entspricht auch den Zielen der Alianza del Clima (Klimabündnis europäischer Städte) welcher Düsseldorf in nächster Zeit beitreten möchte.

Minderungsziele

Im eigenen Verantwortungsbereich strebt die Stadt Düsseldorf sogar eine 20%ige Reduktion (entspricht 24.000 Tonnen) an. Die 1.600 kommunalen Gebäude, die einen Anteil von 2% am gesamten Endenergieverbrauch haben, sollen innerhalb von 8 Jahren überprüft werden und in ein Ranking anhand des Kriteriums der Wirtschaftlichkeit gestellt.

Ca. 50% der städtischen Emissionen werden dem Bereich Industrie und verarbeitendes Gewerbe zugerechnet. Hier möchte die Stadt hier 2007 begonnenes Programm ÖKOPROFIT fortführen und erweitern.

Konkret sollen in Düsseldorf 30 Maßnahmen umgesetzt werden. Dies sind z.B. die Förderung privater Initiativen und Maßnahmen, die energetische Sanierung stadteigener Gebäude die Bereitstellung städtischer Dächer für Fotovoltaikanlagen (für Bürgersolaranlagen kostenfrei).

Im Bereich der Privathaushalte soll die Beratung für die Altbausanierung ausgeweitet und ein Altbausanierungsfond auferlegt werden. Im Strombereich werden gemeinsam mit den Stadtwerken Displays zur täglichen Stromverbrauchsablesung getestet (sog. Smart-Metering).

Als Gesamtergebnis konnten die energiebedingten CO2-Emissionen (ohne Einbeziehung der Emissionen aus (Block-)Heizkraftwerken und Strom für Wärme und Prozesse) um 3,4% gesenkt werden. Bis 2005 rechnete die Studie mit einem Emissionsrückgang von 17%.

Bei Dienstreisen mit dem Flugzeug soll eine Ausgleichszahlung für die entstandenen Umweltschäden an gemeinnützige Projekte in Entwicklungsländern geleistet werden.

Gefördert durch die Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW