Klima-Infos –
Das Klima

Klima und Wetter

Der Begriff Klima ist definiert als die Gesamtheit der Wettererscheinungen, welche den durchschnittlichen Zustand der Atmosphäre an einem bestimmten Gebiet ausmachen. Normalerweise wird hierbei ein Zeitraum von 30 Jahren zu Grunde gelegt, wobei statistische Abweichungen, wie z.B. die sog. Jahrhundertflut 2002 oder der Jahrhundertsommer 2003 angemessen berücksichtigt werden können. Hierbei werden Abweichungen von einem langjährigen Mittelwert und somit Veränderungen des Klimas erkannt.

Demgegenüber bezeichnet der Begriff Wetter den physikalischen Zustand der Erdatmosphäre zu einem bestimmten Zeitpunkt oder kurzen Zeitraum (Stunden bzw. Tage) in einem bestimmten Ort oder Gebiet. Das Wettergeschehen findet hierbei hauptsächlich im unteren Teil der Atmosphäre, der sog. Troposphäre statt und beruht auf der unterschiedlichen Erwärmung der Erdoberfläche und der darüber liegenden Luftschichten. Parameter zur Kennzeichnung des Wetters sind z.B. Lufttemperatur, Luftfeuchtigkeit, Windrichtung, Windgeschwindigkeit und Niederschlag. Aus dem Zusammenspiel dieser Parameter resultieren dann bestimmte Wetterelemente, wie etwa Hoch- und Tiefdruckgebiete. Aus letzteren können auch starke Stürme, Orkane, Tornados usw. entstehen. Für die klimatischen Bedingungen einer Gegend sind zum größten Teil die Sonneneinstrahlung sowie die Wasser- und Landverteilung ausschlaggebend.

Klimaänderung

Falls die Klimavariablen, d.h. Temperatur, Niederschlag, Wind, Verdunstung usw., um einen langjährigen Mittelwert schwanken, bleibt das Klima stabil. Wenn sich der Mittelwert und die Variabilität der Extreme erkennbar verändern, liegt eine Klimaänderung vor. Im Gegensatz zum Wetter lassen sich die statistischen Mittelwerte, z.B. die globale Mitteltemperatur des Klimas längerfristig vorhersagen, insbesondere für größere Räume wie Kontinente oder den Globus. Dem Wetter unterliegen eher chaotischere Vorgänge, welche Vorhersagen oft nur schwer zulassen.

Das Klima in West- und Mitteleuropa

Für das relativ milde Klima in Westeuropa spielen die Meeresströmungen im Nordatlantik eine wesentliche Rolle. Dieser sog. Golfstrom transportiert an der Meeresoberfläche warme Wassermassen aus den Tropen nach Norden. Die abgekühlten Wassermassen fließen in großer Tiefe wieder nach Süden. Westeuropa liegt in den mittleren Breiten mit einem typisch wechselhaften Wetter, da hier die subtropischen Luftmassen aus Süden und die polaren Luftmassen aus Norden aufeinander treffen. Dies erzeugt einen starken Kontrast (Gradient) der Temperatur, welcher die Luftmassenbewegung antreibt. Je nach Wetterlage bekommen wir in West- bzw. Mitteleuropa also unterschiedliche Luftmassen, die je nach Extrem warm und feucht ihren Ursprung im Atlantik haben oder trocken und im Winter kalt aus Osteuropa kommen.

Gefördert durch die Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW